Startseite | Impressum | Kontakt   
Das Straßenbahndepot Ihre Feier im Depot Das Restaurant Kontakt - Newsletter So finden Sie uns
Märkte und Feste Das Depot heute und damals

Das Straßenbahnepot

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Zu den historischen Gebäuden Alt-Heiligensees gehört auch das 1912/13 im Auftrag des AEG-Baubüros von Werner Issel und unter der Leitung des bekannten Architekten Peter Behrens entworfene, heute unter Denkmalschutz stehende Straßenbahndepot Alt-Heiligensee. Die große Halle, die nicht weit von der Dorfkirche entfernt ruhig daliegt, hat eine lange Geschichte hinter sich, die nun mit einer neuen Nutzung fortgesetzt werden soll, bei der das Gebäude zu neuer Blüte erstrahlt und zu neuem Leben erwacht.

Mit der feierlichen Eröffnung der Straßenbahnlinie Heiligensee im Mai 1913, die die vom Zentrum und Treiben Berlins etwas abgeschiedene, idyllisch gelegene Gemeinde mit Tegel verband, wurde das beliebte, von Wasser umgebene Ausflugsziel schnell erreichbar. Bis 1920, also bis zur Eingemeindung zu Groß-Berlin, besaß Heiligensee die gemeindeeigene Straßenbahn. Mit der Eingemeindung ging der moderne Wagenpark an die BVG, das Straßenbahndepot wurde nicht mehr als solches gebraucht und verlor an Bedeutung. 1958 wurde der Straßenbahnverkehr eingestellt, Omnibusse übernahmen ihre Dienste.

Nachdem das Gebäude als Wagenhalle und Werkstatt für die Straßenbahnwagen ausgedient hatte, kamen ihm verschiedenste Nutzungen zu. Ein dunkles Kapitel hat das Depot als Herberge für ein Arbeitsdienstlager während des Nationalsozialismus erlebt und als Auffanglager während des Krieges. Unter anderem diente die geräumige Wagenhalle 1970-1985 der Autoindustrie zur Fabrikation von Formteilen, ab 1989 bis 2008 als Werkstatt des Steinmetzbetriebes Kai Dräger und Atelier für bekannte Berliner Künstler wie Siegfried Kühl und Heinz Sterzenbach. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die einst so lebendige Landzunge zur reinen Wohn- und Durchfahrtsstraße.

Für die Nutzung als Arbeitsdienstlager erfuhr das 5.899 m⊃2; messende Gelände einige zweckdienliche Veränderungen: um die sechs Meter hohen Räume etwas wohnlicher zu gestalten und das Heizen in den Wintermonaten zu erleichtern, wurden Holzfußböden verlegt und Zwischendecken eingezogen. Zur gleichen Zeit wurden Fenster verglast und Türen durch die Außenwand der Halle gebrochen. Durch diese Umbauten wurde ein weiteres Geschoß gewonnen. In diesen, nach dem historischen Umbau als Schlaf-, Wasch-, Revier- und für die Schusterei genutzten Räumen im Bereich des Erdgeschosses ist nun das Restaurant eingezogen.